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Das Ringreiten ist eine sportliche Variante des Reitens mit hohem Spaßfaktor. Hier geht es nicht um konzentriertes, sauberes, anspruchsvolles Reiten wie der Dressur, sondern darum im Galopp mit einem Stecher einen sehr kleinen Ring treffen. Einfache Regeln und trotzdem anspruchsvoll, denn diesen Ring zu treffen ist gar nicht so einfach. Ein positiver Effekt des Ringreitens sowohl für Pferd als auch für Reiter ist die Möglichkeit, einmal die Reitbahn zu nutzen ohne gleich eine Stunde konzentriert arbeiten zu müssen, sprich: einmal den Kopf frei zu bekommen und einfach nur Spaß haben und so ganz nebenbei ein bisschen Wettkampf Feeling zu genießen. Auch hier ist der RCB konkurrenzfähig und verfügt über gute Ringreiter, besonders hevorzuheben ist hier Celina Juschkat, die mit Banjo und Karestan bereits mehrmals in Folge Ringreitkönigin der Jugendlichen wurde.
Vor kurzem habe ich mich bereit erklärt das Training zu organisieren und die Teilnahme an Turnieren zu planen. Sonnabends ca. alle 2 Wochen findet um 15 Uhr das Training statt. Wobei der Winter die Hauptsaison für das Training ist, da im Sommer durch die Turniersaison die Teilnehmer an den Wochenenden häufig andersweitig gebunden sind.
Mindestens eine Woche vor dem Trainingstermin wird eine Liste im Stall ausgehängt in der sich jeder der teilnehmen möchte eintragen kann. Bei Nutzung der Schulpferde setzte ich eine Genehmigung der Reitlehrerin Tina Neumann vorraus. Ein Training findet nur unter der Vorraussetzung statt, das sich mindestens 4 Reiter in diese Liste eingetragen haben.
Ich würde mich über eine rege Beteiligung freuen.
Oliver Lange
DAS RINGREITEN/RINGSTECHEN In vielen Orten finden jährlich Turniere mit Festumzügen statt, Gewinner wird, wer die meisten Ringe sticht. Um diese zu erlangen, müssen die Reiter im Galopp unter dem Galgen reiten, an dem der Ring mit einem Magneten an einem über der Bahn gespannten Band befestigt ist, um diesen mit ihren zwischen 50 und 160 cm langen Lanzen aufzuspießen. Im alten Amt Stapelholm in Schleswig-Holstein wird statt der Lanze ein sogenannter Stecher verwendet. Anfänglich haben alle 24 im Spiel befindlichen Ringe einen Durchmesser von 22 mm, der sich im Verlaufe des Wettkampfs bis auf 6 mm verkleinert. Der Reiter, der letztlich die meisten Ringe aufspießen kann, wird zum König ausgerufen. Der schlechteste Teilnehmer erhält in vielen Fällen den Titel Blindstecher (ähnlich dem Pudel beim Kegeln). Ringreiten ist hauptsächlich in Norddeutschland und im südlichen Dänemark verbreitet, aber auch auf der aniederländischen Insel Walcheren. Die größten Ringreiterfeste finden in Aabenraa, einer Hafenstadt Südjütlands, und auf der Insel Als jährlich zwischen Mai und August statt. Auf der Insel hat jeder Ort seine eigene Veranstaltung. Hier kämpfen teilweise über 1.000 Teilnehmer um den Titel des Königs und nehmen anschließend am traditionellen abendlichen Ringreiteressen, mit einer speziellen Ringreiterwurst, teil. Eingeleitet wird das Fest von einem festlichen Umzug und umrahmt von einem mehr oder minder ausgedehnten Volksfest mit Bierzelt, Fahrbetrieben und einem Programm für Jung und Alt. Das Ringreiten kann auch als Mannschaftssport durchgeführt werden. In diesem Fall werden die Punkte der Mannschaftsmitglieder zum Mannschaftsergebnis zusammengezählt. Das Ringreiten ist verwandt mit dem mittelalterlichen Ringstechen, das teils als Knappenübung neben dem gefährlichen Tjosten der Ritter genutzt wurde. Die Knappenübung des Ringstechen konnte dabei auch ohne Pferd erfolgen, bei der auf Drehscheibe sitzend ein handtellergroßer Ring mit der Lanze bzw. dem Rennspieß anvisiert wurde. In vielen Sprachen wird das Ringstechen zu Pferd daher als Karussell bezeichnet, während diese Bezeichnung im Deutschen nur für die Fahrgeschäfte erhalten blieb – die traditionelle Form des Caroussels mit hölzernen Pferden weist dabei auf den Ursprung hin. Andererseits kamen Abwandlungen des mittelalterlichen Lanzenstechens zu Pferd auch eigenständig bei Volksfesten in vielen Variationen vor, etwa die heute noch durchgeführte Quintana von Ascoli Piceno. Diese Abwandlungen haben das Mittelalter überlebt, für den Barock etwa fanden auch Turniere im Ringelstechen zu Pferd statt, das in seinen Regeln dem heutigen Ringreiten ähnelt (beispielsweise Duell mit je zehn Lanzenproben auf einen handtellergroßen Ring). [Quelle: Wikipedia] |
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